Hier werden alle unsere physiotherapeutischen Leistungen und Therapien für Säuglinge, Kinder und Jugendliche kurz beschrieben.
Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an uns – wir beraten Sie gern (Kontakt).
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Schon ab dem frühesten Säuglingsalter wird der Mensch in seiner Gesamtentwicklung gesehen und gefördert. Die Familienangehörigen werden durch das „Handling“ mit in die Therapie einbezogen. Die Behandlung hat das Ziel, die Eigenregulationsmöglichkeiten des Kindes, besonders in Bezug auf Muskelspannung, Bewegungsverhalten sowie größtmögliche Selbständigkeit, zu aktivieren und zu stärken.
Bei der Entwicklung eigener Bewegungsstrategien in der Therapie werden die individuellen Gegebenheiten und Interaktionen des Kindes berücksichtigt und somit sensomotorisches Lernen möglich.
Die Therapieform richtet sich schwerpunktmäßig an Patienten mit neurologischen Erkrankungen.
In jedem Menschen sind bestimmte Bewegungsmuster von Geburt an vorhanden. Über besondere Techniken der Vojta-Therapie können diese abgerufen werden und fördern so die motorische Entwicklung.
Mukoviszidosebehandlung
Bei der Mukoviszidosebehandlung werden spezielle atemphysiotherapeutische Übungen (u.a. Autogene Drainage) und der Umgang mit Atemtherapiegeräten (Flutter, PEP-System, RC-Cornet) erlernt, um die Lungenfunktion zu stabilisieren, den Brustkorb beweglich zu halten und die Muskelkraft und Ausdauer zu verbessern.
Dadurch kann ein selbstbewusster Umgang mit der Erkrankung unterstützt und die weitgehend unabhängige Durchführung der täglichen Therapie gefördert werden. Die Behandlung verbessert die Alltagsbelastbarkeit und die Lebensqualität.
Unter einer Skoliose wird eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule (WS) und Verdrehung der Wirbelkörper verstanden. Die Wirbelsäule kann nicht mehr aufgerichtet werden. Der Rumpf ist auf dreidimensionaler Weise verformt. Frau Lehnert-Schroth hat die WS in drei übereinanderstehende Blöcke eingeteilt (Schultergürtel, Rippenkorb, Beckengürtel).
Das Ziel der dreidimensionale Skoliosebehandlung nach Schroth ist es, über eine größtmögliche aktive WS-Aufrichtung, die Blöcke wieder senkrecht übereinander zu ordnen und den Körper wieder in sein normales Gleichgewicht zurück zu bringen.
Siehe auch: Therapeutisches Klettern / Atemtherapie
Das „Therapeutische Klettern“ wird in verschiedenen Bereichen der Therapie eingesetzt und schult den gesamten Körper in Bezug auf Gleichgewicht, Koordination sowie Kraft und verbessert somit die Köperwahrnehmung.
Der hohe Motivationscharakter des Kletterns stärkt über die Muskelarbeit nicht nur den gesamten Bewegungsapparat, sondern auch das Selbstvertrauen der Patienten in die eigenen Fähigkeiten.
Siehe auch: Atemtherapie
Eine kindliche Fußdeformität (Sichel-, Klump-, Hacken-, Knick-Senkfuß) darf nicht isoliert gesehen und behandelt werden, sondern muss immer in der ganzheitlichen neurophysiologischen Bewegungsentwicklung des Säuglings oder des Kleinkindes betrachtet werden.
Darauf basiert das Konzept der dreidimensionalen manuellen Fußbehandlung nach Zukunft-Huber.
Je nach Fehlhaltung besteht die Behandlung aus speziellen Mobilisationsgriffen. Das Ergebnis wird anschließend mit Hilfe einer Binde in Korrektur gehalten, ohne dass es zu einer Behinderung der physiologischen Bewegungsentwicklung des Kindes kommt.
Mit speziellen Handgrifftechniken werden Funktionsstörungen am Bewegungsapparat lokalisiert und behandelt um Schmerzen zu lindern und Bewegungseinschränkungen zu verbessern.
Grundlage für jede koordinierte Bewegung ist die sinnliche Verarbeitung von Empfindungen: die Wahrnehmung.
Sensorische Integration (SI) ist die sinnvolle Ordnung, Aufgliederung und Verarbeitung von Sinneserregungen im zentralen Nervensystem, um dem Menschen eine adäquate Auseinandersetzung mit seiner Umwelt zu ermöglichen. Sinneswahrnehmungen erreichen in jedem Augenblick unser zentrales Nervensystem. Nicht nur von den Augen, Ohren, von der Nase und der Zunge fließen uns Informationen zu, sondern auch über Berührung, Bewegung, Schwerkraft und Körperstellungen.
Für jede Handlung benötigen wir eine gute Organisation von Sinneswahrnehmungen. Erfolgt der Fluss der Empfindungen unorganisiert, d. h. im Gehirn findet keine entsprechende Verarbeitung statt, so kann keine zielgerichtete und geplante Handlung auf Umweltreize hervorgebracht werden.
Narben entstehen nach Verletzungen des Weichteilgewebes. Durch Störung während der Heilung können Narben unelastisch und wulstig werden und den gesamten Energiefluss des Körpers stören. Dies kann starke Schmerzen verursachen und zu Funktions- und Bewegungseinschränkungen führen. Über die zugehörige Körperfaszienkette können die Beschwerden auch weiter entfernt von der Narbe auftreten.
Während der Narbenbehandlung wird das Gewebe mit speziellen Griffen mobilisiert und gelockert, was eine Durchblutungsverbesserung und Gewebsumstrukturierung zur Folge hat und die Gleitfähigkeit und Beweglichkeit des Gewebes verbessert.